Fehler erkennen
Egal ob man mit seinen Hühnern an Ausstellungen teilnimmt oder nicht, über ein gewisses Grundwissen zu Fehlern bei Hühnern sollte jeder verfügen, der diese züchtet oder vermehrt. Fehler reichen von schweren Defekten, die die Lebensqualität der Tiere beeinträchtigen bis zu rein optischen Mängeln. An optischen Mängeln muss sich nur stören, wer eine Rasse züchtet und zu deren Erhalt oder Weiterentwicklung beitragen möchte. Wer Bruteier von Rassetieren abgibt, muss ebenfalls fehlerhafte Tiere aus dem Bestand nehmen, um nicht für Enttäuschungen bei den Abnehmern zu sorgen oder gar deren kompletten Bestand zu ruinieren. Am aller wichtigsten ist es zunächst einmal, Fehler zu erkennen, um die entsprechende Tiere von der Weiterzucht ausschließen zu können. An dieser Fähigkeit mangelt es so manchem Hobbyhalter. Im Folgenden ein kleiner Überblick zu Arten von Fehlern und im weiteren Verlauf praktische Beispiele für die Rasse Marans im Farbschlag schwarz-kupfer anhand von Bildern.
Ausschlussfehler
In der Ausstellungszucht gibt es sogenannte "Ausschlussfehler", das sind Disqualifikationskriterien, die dafür sorgen, dass das Tier mit ungenügend bewertet wird und keine Punktzahl erhält, quasi durchfällt. Dies sind überwiegend Missbildungen des Skeletts, Gefieders oder der Kämme. Ein klassisches Beispiel ist die M-Zacke im Kamm.
Fehler (auch grobe Fehler)
Weiterhin gibt es Fehler und grobe Fehler. Welche zu Punktabzügen aber keiner Disqualifikation führen.
Wünsche
Zudem gibt es Eigenschaften, die keine Fehler darstellen, aber in besserer Ausprägung gezeigt werden können (z.B. mehr Kupfer im Hals der Hennen wäre schöner oder eine stärkere Befiederung der Läufe wünschenswert).
Beispiele
Steiler oder zu langer Schwanz
Der Rassestandard sagt Folgendes zum Schwanz:
Hahn: breit im Ansatz, verhältnismäßig kurzfiedrig, voll mit kurzen Sicheln bedeckt, halbhoch getragen
Henne: Schwanz nicht zu lang, breit angesetzt und zum Ende hin schmaler werdend
Frankreich: die Franzosen definieren einen idealen Schwanzwinkel (Schwanz zur Horizontalen) von 45 Grad oder weniger. Bis zu 60 Grad werden akzeptiert.
Eichhörnchenschwanz
Idealerweise tragen Marans ihren Schwanz in einem 45 Grad Winkel zur Horizontalen. Flachere Schwänze werden akzeptiert. Bis zu 60 Grad werden noch toleriert. Ab 90 Grad spricht man von einem Eichhörnchenschwanz. Daneben sind die Hauptsicheln dieses Hahns deutlich zu lang. Der Kupferton ist zu hell.
Eichhörnchenschwanz
Auch bei guter Schwanzlänge können sich Eichhörnchenschwänze bilden. Dieser Hahn zeigt zudem einen grenzwertig hohen Kupferanteil in der Brust.
Zu langer Schwanz
Laut Rassestandard tragen Marans einen mittellangen Schwanz. Die Hauptsicheln dieses Hahns sind deutlich zu lang. Der Schwanzwinkel wäre gut. Der Kamm ist zu groß.
Henne mit Eichhörnchenschwanz, der zudem zu lang ist.
Ordentlicher Schwanz. Die Sicheln sollten nicht länger werden.
Der Schwanz dieses Junghahns gefällt in Länge und Winkel sehr gut (wenn er so bleibt) . Er darf auch noch etwas kräftiger und voller werden, insbesondere im Ansatz. Die Sichelfedern können bis zum Ende des ersten Lebensjahrs immer weiter wachsen. Man darf sich hier bzgl. der Schwanzlänge noch nicht zu früh freuen.
Derselbe Hahn einige Wochen später. Es ist ein schöner Schwanz geworden.
Heiligenschein/Strohfarbe
Strohfarbe anstelle von Kupfer
Die Halsbehang von Hahn und Henne soll kupferfarben sein. Der hier gezeigte Farbton ist klar zu hell, man spricht von strohfarbig.
Heiligenschein
Was bei Hennen als strohgelber/-goldener Halsbehang erscheint, zeigt sich bei Hähnen oftmals als sogenannter Heiligenschein. Hierbei wird das Halsgefieder von Kopf bis zu den Schultern immer heller. Es kann am unteren Ende ein Ring entstehen, der an einen Heiligenschein erinnert. Der Hahn im Vordergrund zeigt eine sehr gute Kupferfarbe. Der Hahn im Hintergrund ist im Kupfer zu hell und neigt zum Heiligenschein.
Mahagoni Farbe
Während die Strohfarbe eine Abweichung ins Helle vom erwünschten Kupferfarbton darstellt, beschreibt die Mahagonifarbe eine zu dunkle Ausprägung des Kupferanteils. Mahagonifarbenes Gefieder wirkt mitunter glänzend bis leicht fettig.
Grenzwertig dunkler Farbton - vor allem am Rücken. Zudem weißen die zu dunklen Läufe und die braunen Augen auf einen zu hohen Melaninwert hin. Es könnte sich um einen Rassemix (kein reinrassiger Maranshahn) handeln. Da es sich um einen Junghahn handelt, könnte der Kupferanteil zu Lasten des Schwarzanteils im Gefieder noch steigen. Allerdings ist die Farbe des Kupferteils grenzwertig dunkel - aber noch in Ordnung.
Derselbe Hahn bei anderem Licht fotografiert. Würde der Kupferteil derart dunkel sein, wäre das ein Fehler.
Das ist zwar kein Marans Hahn, sondern ein Olivleger Hahn. Dieser zeigt jedoch gut, was man unter Mahagoni versteht. Definitiv die falsche Farbe.
Pfeffer im Gefieder
Als Pfeffer oder auch Ruß bezeichnet man kleine kupferne bis braune Punkte im Gefieder. Im Farbschlag schwarz-kupfer ist Pfeffer teilweise dort zu finden, wo eigentlich rein schwarzes Gefieder sein müsste. Bei Küken und Jungtieren ist er häufiger anzutreffen und verschwindet über die Jungtiermausern oftmals vollständig. Trotz allem liegt bei den betroffenen Jungtieren die verantwortliche Genetik, welche man - wenn möglich - eliminieren sollte, vor. Pfeffer findet sich in den meisten Marans-Beständen bei einzelnen Tieren. Bei extremer Ausprägung, könnte eine Vermischung mit weizenfarbigen Marans stattgefunden haben. Die weizenfarbigen Marans können durch Laien mit den Hähnen im Farbschlag schwarz-kupfer verwechselt werden. Die Hennen hingegen unterscheiden sich deutlich
Eine ausgewachsene Henne mit Pfeffer in den Schwungfedern.
Eine andere ausgewachsene Henne mit noch deutlich ausgeprägterem Pfeffer.
Hahn mit Pfeffer. Zudem hat eine Schwungfeder eine weiße Spitze, die schwarz sein sollte.
Überzeichnete Tiere
Bei den Hennen soll ausschließlich das Halsgefieder kupferfarbig sein. Der Rassestandard gestattet zwar leicht kupferfarbige Einlagerungen in der Brust. Doch wird das in der Praxis bei Ausstellungen bestraft. Zudem führt die Zucht mit derart überzeichneten Hennen tendenziell zu stark überzeichneten Hähnen. Bei Hähnen sind Kupferanteile in der Brust gestattet und für Zucht oftmals erwünscht, um in der Nachzucht Hennen mit ausreichen Kupfer im Halsbehang zu erhalten. Der Kupferanteil darf bei den Hähnen keinesfalls bis zum Bauch oder gar in die Schenkel reichen. Als Faustregel gilt, dass die Brust lediglich im oberen Drittel über kupferfarbige Einlagerungen verfügen soll.
Bei dieser Henne zieht sich der Kupferton zu weit in die Brust. Zudem sind einige Schaftstriche gelb/kupferfarbig. Die Kupferton ist viel zu hell (strohfarbig)
Auch bei dieser Junghenne streut der Kupferanteil zu weit in die Brust aus. Zudem ist der Kupferton grenzwertig hell. Tiere mit hellerem Kupferton sind tendenziell öfter überzeichnet als Tiere mit dunklem Kupferton.
Dieser sich sonnende Junghahn, ist nicht nur in der Brust stark überzeichnet, sondern weißt auch in den Handschwingen unerwünschte Kupfertöne auf.
Hier ein Hahn von der Titelseite eines Magazins des Marans-Club de France (Copyright Marans-Club de France), der über die erwünschten leichten Kupfereinlagerungen im oberen Brustbereich verfügt. Der Kupferton im Halsbehang sollte nicht heller werden.
Einer unserer Hähne mit leichter Kupferzeichnung im Brustbereich.
Hier ist der Kupferanteil in der Brust zu stark ausgeprägt und die Federschäfte sind stark verfärbt. Im Einzelfall kann ein solcher Hahn helfen, den Kupferanteil in der weiblichen Nachzucht zu erhöhen. Grundsätzlich sollte man in der Zucht aber Abstand von Extremen nehmen (lieber einen Hahn und eine Henne mit akzeptablen Kupferanteilen verpaaren als eine rein schwarze Henne mit einem stark überzeichneten Hahn kompensieren)
Über diesen Kupferanteil würden wir persönlich in der Zucht nicht hinausgehen. Bei Ausstellungen würde bereits bemängelt, dass sich der Kupferanteil zu weit in Richtung des Bauches erstreckt.
Zwei völlig überzeichnete Junghähne.
Hähne mit kupfernen Ohrscheiben und gut gefärbten Schultern bringen auch mit völlig schwarzer Brust oftmals ausreichend Kupfer an ihre weiblichen Nachkommen.
Junghenne mit gutem Kupferanteil an Kopf sowie Halsbehang und erwünschter schwarzer Brust.
Bei dieser Junghenne streut das Kupfer zu sehr in die Brust. Auch wenn der Kupferteil am Kopf und Halsbehang gefällt, sollte sie nicht zur Zucht eingesetzt werden.
Zu helle Eier
Laut den Vorgaben des Marans Club de France, muss eine Henne mindestens Eier der Stufe 4 auf der Farbskala legen, um noch den Namen Marans tragen zu dürfen. Für den Farbschlag schwarz-kupfer gilt dies uneingeschränkt. Bei selteneren Farbschlägen ist man teilweise großzügiger. Tatsächlich findet die Eierfarbe bei Ausstellungen keine Berücksichtigung. Es gibt allerdings auch Eierwettbewerbe, bei denen ausschließlich die Eierfarbe zählt.
Die richtige Augenfarbe
Ein sehr schönes Auge: intensives Orange bis feurig rot.
Bei der Henne darf die Farbe etwas weniger intensiv sein.
Hier sehen wir noch einmal ein schönes Auge.
Zu dunkles Auge. Fast braun mit schwarzer Marmorierung. Nicht zuchttauglich.
Grenzwertig helles Auge, fast gelb. Für eine Henne gerade noch vertretbar.
Ein Auge mit ordentlicher Grundfarbe. Die Marmorierung (dunkle Ränder/Flecken) ist nicht erwünscht.
Diesem Auge fehlt die Intensität der Farbe. Es ist fast gelbgrün anstelle eines satten Orangetons.
Zwei Hennen mit schöner Augenfarbe. Die Henne im Vordergrund zeigt eine unerwünschte M-Zacke im Vorderkamm.
Zum Abschluss noch einmal ein schönes Auge.
Die Rückenline
Der Rassestandard sagt zum Rücken der Marans Folgendes aus:
Hahn: lang, flach, leicht abfallend ohne Polsterbildung
Henne: Rücken fast waagerecht
Hier sehen wir eine ansteigende Rückenlinie. Insbesondere beim Hahn soll der Rücken vom Hals zum Schwanz hin leicht abfallend verlaufen. Bei der Henne wird auch eine waagerecht verlaufende Rückenlinie akzeptiert. Bis auf die Rückenlinie und den Heiligenschein sehen wir hier einen ordentlichen Hahn. Da der Typ (Silhouette) des Tiers einer der Hauptrassemerkmale ist, sollten solche Tiere dennoch von der Weiterzucht ausgeschlossen werden.
Hier eine Henne mit ansteigender Rückenlinie. Dieses Tier ist insgesamt fernab vom Rassestandard (zu leicht gebaut, insbesondere in der Brust, S-Kamm, Schwanz grenzwertig hoch getragen)
Diese Rückenlinie ist grenzwertig. Wenn keine besserer Hahn zur Verfügung steht, sollte dieses Exemplar nur mit Hennen verpaart werden, die über eine gute Rückenlinie verfügen. Selbstverständlich muss das Tier für eine treffende Einordnung längerfristig beobachtet werden. Die Körperhaltung kann situationsbedingt variieren (Stress, Alarmierung, Ruhe). Ebenso muss das Gelände beachtet werden z.B. ob das Tier am Hang oder auf ebenem Gelände steht.
Dieser Junghahn zeigt eine sehr schöne Rückenlinie. Im Schwanz sind lediglich die Steuerfedern entwickelt, die Sicheln werden noch ausgebildet. In der Brust sehen wir einen etwas zu hohen Kupferanteil.
Eine Henne mit schöner Rückenlinie. Zu großer Kamm mit leichtem S. Zu wenig Kupfer im Halsbehang. Könnte mehr Volumen im Brust- und Bauchbereich vertragen.
Diese Henne zeigt eine schöne Rückenlinie bei insgesamt kräftigem Typ im Sinne einer Zweinutzungsrasse. Der Kupferanteil im Halsbehang ist akzeptabel, könnte aber ausgeprägter sein. Der Kamm ist zu großzackig und weich.
Ein Hahn mit zu kurzem Rücken. In Verbindung mit dem grenzwertig hohen Schwanz, entsteht vom Kopf über Hals und Rücken bis zum Schwanzende eine U-Form. Der Gesamttyp erinnert fast an Orpingtons und wirkt quadratisch. Tatsächlich soll der Körper der Marans allerdings in ein Rechteck passen, dessen lange Seite die Rückenlinie abbildet. Der Hahn ist im Schatten fotografiert und wirkt daher dunkler. Hier spricht man noch nicht von der fehlerhaften Mahagonifarbe.
Dieser Junghahn zeigt einen sehr schönen Typ. Vielleicht der typvollste Hahn, den wir bis dato hatten. Ein langer leicht abfallender Rücken kombiniert mit einem flachen, kurzen Schwanz. Brust und Abdomen sind gut ausgeprägt. Der Körper passt in ein Rechteck.
Angestrebte Kastenform des Körpers (Rechteck)
Unerwünschte, an ein Quadrat errinernde Körperform. In ein Quadrat soll das gesamte Tier passen (mit Kopf, Schwanz und Füßen). Der Körper soll eine rechteckige Form aufweisen.
Weiß im Gefieder bzw. Schilf
Im Farbschlag schwarz-kupfer sind keine sichtbaren weißen Federn gestattet. Insbesondere Schilf (großflächig fehlende Farbpigmente bzw. weiße Flächen) ist ein schwerer Fehler. Tiere mit weißen Federn, sollten wenn möglich von der Zucht ausgeschlossen werden.
Insbesondere an den Läufen können durch Kämpfe, intensives Scharren oder Picken anderer Hühner Verletzungen der Federkiele entstehen. Die daraus resultierende schlechtere Nährstoffversorgung der Feder kann zu einer eingeschränkten Entwicklung samt unvollständiger Farbeinlagerung führen. In diesen Fällen liegt die Hauptursache i.d.R. nicht in genetischen Schwächen, weshalb diese Tiere dennoch zur Zucht eingesetzt werden können.
Hinweis zum Untergefieder:
Die Farbe des Untergefieders, welches nicht sichtbar ist, ist im Rassestandard nicht explizit erwähnt. I.d.R. wird weißes/helles Untergefieder geduldet, sofern dieses nicht sichtbar ist (sichbar ist es nur dann, wenn man die Deckfedern beiseite schiebt). Hat man allerdings die Wahl, sollte das Tier mit dunklem Untergefieder dem mit hellem vorgezogen werden. Von hellem Untergefieder sind überwiegend Hähne im Bereich des Halses betroffen.
Henne mit weißen Federn am Kopf.
Junghahn mit starkem Schilf in den Schwungfedern. Bei geschlossen getragenem Flügel ist kein Weißanteil ersichtlich. Deshalb sollte man immer die Flügel der Tiere ausbreiten und inspizieren.
Bei Hähnen sollte insbesondere der Schwanzansatz nach weißen Federn abgesucht werden. Der Weißanteil nimmt tendenziell mit jeder Mauser zu.
Versteckte weiße Feder einer Henne. Zudem starker Pfeffer (braune Punkte) im Gefieder.
Bei Jungtieren sind sichtbare weiße Federn meist unproblematisch. Diese finden sich gerne an den Handschwingen sowie in der Brust bis zum Hals und verschwinden regelmäßig mit der zweiten oder dritten Jungtiermauser. Jungtiere mit weißen Federn verfügen später beim adulten Gefieder häufig über einen schönen Kupferanteil - auch die Hennen.
Falsche Lauffarbe
Die Läufe von Marans im Farbschlag schwarz-kupfer sollen fleischfarbig sein. Bei gelben Läufen kann man sich zu 100% sicher sein, dass es sich um kein reinrassiges Maranshuhn handelt. Bei Marans sieht man häufig zu dunkle Läufe. Endgültig beurteilen sollte man die Lauffarbe der Tiere allerdings erst im Erwachsenenalter, da die Läufe mit dem Heranwachsen häufig heller werden. Interessanterweise schreibt der amerikanische Rassestandard für Marans im Farbschlag schwarz-kupfer schieferfarbige Läufe vor. Hier muss man etwas vorsichtig sein, wenn man sich beispielsweise über amerikanische Facebookgruppen informiert. In Deutschland sowie in Frankreich (dem Mutterland der Marans) schreibt der Standard fleischfarbige Läufe vor (erwünscht), bei denen ein dunkler Anflug gestattet ist (toleriert).
Schöne fleischfarbige Läufe eines Hahns. Will man den Farbton "fleichfarbig" beschreiben, wäre weiß-rosa am zutreffendsten. Fleischfarbige Läufe werden bei weißhäutigen Rassen gezeigt, wenn die Tiere über niedrige Melaninwerte verfügen. Melanin sorgt für eine Verdunkelung. Aufgrund des gering ausgeprägten Verdunkelungsfaktors tendieren Marans mit den erwünschten fleischfarbigen Läufen zu nicht gestatteten weißen Federn sowie zu helleren Kupfertönen. So zeigt auch der abgebildete Hahn eine weiße Feder in der Schwinge (Fehler). Fleischfarbige Läufe lassen sich aber definitiv mit einer perfekten Gefiederfarbe vereinen.
Hier eine Henne mit sehr guter Lauffarbe. Da Hennen über mehr Melanin verfügen als Hähne bzw. dieses bei Hähnen stärker unterdrückt wird, sind die Läufe der Hennen i.d.R. etwas dunkler. So erlaubt auch der Rassestandard insbesondere bei der Henne einen dunklen Anflug.
Diese Läufe eines Hahns sind definitiv zu dunkel. Bei einer Henne wäre es gerade noch akzeptabel, da zumindest die Fußsohlen und die Innenseiten der Zehen einen fleischfarbigen Anflug zeigen. Zudem ist hier die Fußbefiederung zu stark ausgeprägt. Während die kleine Zehe an der Außenseite befiedert sein soll, müssen die übrigen Zehen frei von Federn sein. Bei zu stark befiederten Läufen sieht man häufig verkümmerte Außenzehen, bei denen der Nagel nach oben absteht oder gar vollständig fehlt. Während verkürzte Außenzehen bei den meisten Rassen ein Ausschlussfehler sind, werden sie bei befiederten Läufen toleriert - sind aber keinesfalls erwünscht. Die hier gezeigten Außenzehen sind kürzer als erwünscht aber liegen noch im akzeptablen Bereich.
Schöne Lauffarbe eines Althahns mit langen Sporen.
Hier der gekürzte Sporn. Es kann vereinzelt vorkommen, dass auch Marans Hennen Sporen entwickeln - das ist ein Fehler.