Beleuchtung im Hühnerstall
Wir stellen unseren Hühnern im Winter unter bestimmten Bedingungen Kunstlicht zur Verfügung. Welche Technik wir nutzen, erfahrt ihr im folgenden Artikel.
Wir nutzen Vollspektrum Vogellampen von Habby Bird. Diese kombinieren wir mit der digitalen Zeitschaltuhr von Happy Bird.
Diese Kombination gewährleistet ein speziell auf die Bedürfnisse des Vogelauges abgestimmtes Licht. Durch die Zeitschaltuhr schaltet sich das Licht automatisch zu den festgelegten Zeiten ein und aus. Die Dimmfunktion simuliert den natürlichen Sonnenauf- und Untergang.
Die LEDs verfügen über eine lange Lebensdauer und sind laut Hersteller auch für feuchte Umgebungen geeignet.
Das Licht ist nicht nur auf die Bedürfnisse von Vögeln zugeschnitten, sondern auch für das menschliche Auge sehr angenehm.
Wir haben uns für diese Kombination entschieden, da die Beleuchtung speziell für Vögel entwickelt wurde. Wir halten unsere Tiere in kleinen Zuchtgruppen. Diese verteilen sich auf mehrere Ställe zwischen 4 und 15 Quadratmetern. Es sind nicht immer alle Ställe besetzt. Zudem benötigen nicht alle Altersgruppen ein Lichtprogramm. Durch die einfache Installation - Stecker rein und los gehts - ist diese Variante perfekt für uns geeignet. So können wir die Systeme ohne Aufwand zwischen den Ställen wechseln.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- ideale Lichtqualität für Vögel
- robuste Verarbeitung (für Papageien mit Hakenschnäbel entwickelt)
- einfache Installation und Handhabung
- geringer Stromverbrauch bei 13 Watt in der größten Version (60 cm)
Nachteile
- hohe Anschaffungskosten (etwa 150 Euro für Lampe und Zeitschaltuhr)
- für Vogelkäfige entwickelt, dadurch muss bei der Befestigung an der Decke improvisiert werden
Hier gehts zum Produkt:
Unsere Motivation und Erfahrungen
Warum wir mit Kunstlicht angefangen haben
Es gibt Argumente für die Unterstützung der Hühnerherde mit Kunstlicht im Winter. Aber es gibt auch gute Gründe, die dagegen sprechen. Hier findet ihr einen ausführlichen Artikel, der die Vor- und Nachteile künstlichen Lichts speziell für die Rasse Marans gegenüberstellt. Wir haben lange Zeit ohne künstliches Licht Hühner gehalten. Nach zwei Zuchtjahren mit vielen verlorenen Tieren ist uns nur eine herausragende Henne geblieben, mit der wir unbedingt weiterzüchten wollten. Diese war bereits vier Jahre alt und hatte in den beiden Vorjahren lediglich von Ende Februar bis Mitte Juli gelegt. Um mehr Eier von ihr zu bekommen, haben wir Anfang November die Happy Bird Vogellampe installiert und die Lichtdauer von zu Beginn 9 Stunden über mehrere Wochen auf 14 Stunden gesteigert. Die Althenne hat daraufhin Anfang Dezember mit einer regelmäßigen Legetätigkeit begonnen. Drei Monate früher als die Jahre zuvor ohne Kunstlicht.
Unser Lichtprogramm läuft von 5 Uhr bis 19 Uhr. Das erfordert eine künstliche Simulation von Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Hierdurch bleibt die (künstliche) Tageslänge für die Hühner von Anfang Dezember bis Ende März konstant. Im Frühjahr passt die künstliche perfekt zur natürlichen Lichtphase (Zeitumstellung beachten). So wird der Tageszyklus der Tiere beim Abschalten des Kunstlichts nicht beeinflusst.
Unsere Erfahrungen mit der Happy Bird Vogellampe
Diese sind wirklich positiv. Die Lampe läuft ohne Probleme. Die Simulation des Sonnenauf- und Untergangs funktioniert ebenfalls reibungslos. Für das menschliche Auge wirkt es so, als werde das Licht abends zu abrupt abgeschaltet (von Mitte Dämmerung zu plötzlichem Aus). Die Tiere nehmen das Licht allerdings anders wahr und zeitgerecht die Sitzstangen auf. Die Programmierung der Lichtdauer funktioniert problemlos (Achtung: Zeitschaltuhr zwingend erforderlich). Es lässt sich lediglich eine Lichtphase programmieren z.B.: Sonnenaufgang - Lichtphase - Sonnenuntergang.
Was nicht programmierbar ist (für Stromsparer): Sonnenaufgang - Lichtphase - Abschalten, da Tageslicht - erneute Lichtphase, da die "richtige Sonne" untergeht - Dämmerungsphase und Aus.
Die Stromkosten können durch den geringen Verbrauch von 13 Watt allerdings vernachlässigt werden. Wer über 5 Monate für 14 Stunden täglich beleuchtet, hat Stromkosten in Höhe von etwa 10 Euro zu tragen. Insbesondere für ältere Tiere ist es zudem von Vorteil, im Stall eine gleichmäßige Lichtversorgung zu erhalten.
Trotz Kunstlichts verlassen unsere Tiere den Stall im Winter auch bei schlechtem Wetter.
Wir haben vor dem Kauf längere Zeit recherchiert und hier das für uns (derzeit) optimale Beleuchtungssystem gefunden. Wir arbeiten mit mehreren kleinen, teilweise mobilen Ställen. Über eine Kabeltrommel können auch die Ställe ohne eigenen Stromanschluss versorgt und die Beleuchtung bedarfsorientiert gewechselt werden.