Keter Gerätehaus als Hühnerstall
Vor einigen Jahren hatten sich mehrere unserer Hennen zeitgleich dazu entschieden, zu glucken. Unsere Kapazitäten an Gluckenställen waren ausgereizt und wir brauchten eine schnelle Lösung. Es fiel die Entscheidung, ein Keter Gerätehaus zu erwerben. Dieses haben wir zunächst - wie geliefert - für die Glucke samt Küken in Betrieb genommen. Später wurde es mit wenigen Anpassungsmaßnahmen zum Hühnerstall für Zwergseidenhühner umfunktioniert.
Vorbereitungsmaßnahmen vor dem Aufbau
Das Gerätehaus verfügt über einen Boden mit hoher Traglast. Allerdings ist die Stabilität nur gegeben, wenn der Boden plan auf einem festen, tragfähigen Untergrund aufliegt. Es muss ein Fundament aus Beton, Steinplatten o.ä. errichtet werden. Alternativ kann eine Holzkonstruktion gebaut werden. Wir haben uns für eine Holzkonstruktion mithilfe einer übergroßen Palette entschieden.
Erforderliche Anpassungsmaßnahmen ( Gerätehaus zum Hühnerstall)
- Montage von Hühnerstange und Kotbrett
- Anschaffung von Legenestern
- Ausschnitt und Installation einer Hühnerklappe
- Einbau einer zusätzlichen Lüftung
- Installation eines Sonnenschutzes im Hochsommer (falls kein Halb-/Schattenplatz)
- Einpassung einer Bodenplatte (optional)
- Anbau eines Vordachs (optional)
Nachteile des Keter Gerätehauses als Hühnerstall
- mehrere Anpassungsmaßnahmen erforderlich im Gegensatz zu Fertigställen
- heizt sich im Sommer in der Sonne auf, in praller Sonnenlage nicht nutzbar
- Material ist nicht feuchtigkeitsregulierend
- Material bietet kaum Schalldämmung (krähende Hähne)
- Bei starkem Regen drang am Übergang von Boden zu Wand Feuchtigkeit ein. Nach einer Abdichtung mit Silikon, war das Problem gelöst.
Vorteile des Keter Gerätehauses
- verhältnismäßig schnell aufzubauen
- schnell ab und wieder aufzubauen (wenn man die Aufbauanleitung behält)
- sehr gut zu reinigen (kann abgespritzt werden)
- sehr leicht (kann von zwei Personen getragen werden)
- parasitenunfreundliche Oberfläche
- für einen begehbaren Hühnerstall günstiger Preis
Würden wir ihn wieder kaufen?
In derselben Situation, in der schnell Platz geschaffen werden muss, würden wir ihn wieder kaufen. Wir nutzen ihn phasenweise immer noch als Gluckenstall, für Zuchtgruppen, Jungtiere oder zum Separieren kranker Tiere. Es dürfen keine Vielkräher einziehen, denn der Schall dringt durch die dünnen Plastikwände quasi ohne Widerstand nach außen.
Hat man Zeit, bekommt man mit einem selbstgebauten Stall aus Holz oder Mauerwerk ein besseres Ergebnis.
Ersteinzug
Massig Platz für eine Glucke mit ihren Küken. Nach Erstbezug gab es weder "Inneneinrichtung" noch Hühnerklappe.
Zu Beginn hatten wir diese manuelle Hühnerklappe installiert.
Mittlerweile nutzen wir häufig unsere automatische Run-Chicken Hühnerklappe. Diese Klappe passt perfekt zum Keter Gerätehaus. Anhand der mitgelieferten Schablone lässt sich das Loch passgenau ausschneiden. Die Schrauben können einfach in den Kunststoff gedreht werden.
Einfacher geht es nicht
Zusammengeschraubt, zu zweit auf eine übergroße Palette gehoben, festgeschraubt, fertig.
Hier gehts zum Produkt.
Links das Originalfenster mit Plexiglas. Rechts das modifizierte Fenster, bei dem das Plexiglas durch Volierendraht ersetzt wurde, um für eine bessere Lüftung zu sorgen. Unter dem Giebel die originale Lüftung, die zur Hühnerhaltung nicht ausreicht.
Der Umbau des Fensters ist in wenigen Minuten geschehen. Das Zeitaufwendigste war noch das Zuschneiden des Volierendrahts auf die richtige Größe.
Nahaufnahme des Volierendrahts im Fensterrahmen.